Meilensteine der Amaryllis eG

2017

Die neue Website ist online!

7. März: Es ist geschafft, die renovierte Amaryllis-Website geht online! Neue Technik, mobilfähiges Layout und komplette Verschlüsselung beim Abruf der Seiten sind die wichtigsten Merkmale.

2016

29. November: 5 PC-Nerds von Amaryllis und Villa Emma transferieren, modernisieren und aktualisieren die in die Jahre gekommene bisherige Webseite mit Hilfe des Content-Management-Systems WordPress.

5. November: eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Amaryllis eG bestätigt den Beschluss aus dem Jahr 2014 zur Erweiterung unseres Wohnungsbestandes um ein neues Gebäude. Dort sollen – unter der Bezeichnung AmaryllisPLuS – 16 Wohnungen für Mehrgenerationenwohnen und eine integrierte selbstverantwortete Pflege-Wohngemeinschaft mit 9 Plätzen entstehen.

Neue Dachgauben für Gebäude 1a

Oktober – Dezember: aufgrund von Undichtigkeiten im Dach des Gebäudes 1a haben wir uns entschlossen, die erste große Bauerneuerungsmaßnahme seit Einzug durchzuführen. In 3 Wohnungen werden die bisherigen Dachfenster durch Dachgauben ersetzt. Das schafft mehr Wohnraum, der gerade für die größer gewordenen Kinder dringend benötigt wird.

30. Juni: Aufgrund der Verschiebung des Vermarktungsbeginns für die Baugrundstücke im Wohnpark II durch die Stadt Bonn / NRW-Urban, ist mit einem Baubeginn für AmaryllisPLUS nicht vor Anfang 2018 zu rechnen. Damit kann das Gebäude nicht wie geplant zum 1.10.2017 in Betrieb genommen werden. Das hat zur Folge, dass die finanzielle Förderung der Projektentwicklung durch den Spitzenverband GKV vorzeitig ausläuft.

Familie Alkubeh und Amaryllen auf dem Würfelplatz

17. Mai: anlässlich des uns vorliegenden 10. Jahresabschlusses schauen wir zurück auf wichtige wirtschaftlichen Kennziffern – und sind sehr zufrieden: die Eigenkapitalquote (=Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme) ist von ursprünglich (2008) 27% auf mittlerweile 46% gestiegen und der jährliche Bilanzgewinn ist zufriedenstellend. Das liegt unter anderem an der nach wie vor hohen Nachfrage nach dem von uns angebotenen Wohn- und Gemeinschaftskonzept.

8. April: Nach 4-monatiger Wartezeit auf das Visum ist Evon Alkubeh mit ihren beiden Kindern Lisa und George heute endlich aus Beirut kommend in Düsseldorf gelandet. Michael Alkubeh und wir freuen uns über die Zusammenführung der syrischen Flüchtlingsfamilie und über den Einzug in die für sie freigehaltene Wohnung im Erdgeschoss des Hauses 1b.

Interkulturelles Ostereiermalen mit ca. 40 Geflüchteten

März – Mai: auf Initiative einiger Amaryllen findet in den Gemeinschäftsräumen ein kunterbuntes Ostereiermalen mit ca. 40 Flüchtlingen – hauptsächlich Frauen mit Kindern – und 20 Amaryllen statt. Das war der Auftakt für gemeinsames Kochen und Abendessen mit bis zu 40 Flüchtlingen, das in unregelmäßiger Folge immer wieder stattfindet.

Lesung mit Jasmin Habenicht

13. März: Es gibt eine weitere Autorin bei Amaryllis: Die seit ihrem 6. Lebensjahr schwerbehinderte neue Mitbewohnerin, Jasmin Habenicht, stellt in einer Lesung ihr Buch “Mein Leben im E-Rolli” vor.

 

2015

15. Dezember: “es war einmal…” Geschichten aus der Vergangenheit der Amaryllis eG, die bis heute die Gemüter bewegen (wird fortgesetzt).

14. Dezember: Teilnahme am 1. Wohnprojektetag der Stadt Bonn.

2. August 2015: Eröffnung des Büros für die Koordination der Projektentwicklung und für die Verwaltung des Erweiterungsprojekts AmaryllisPLUS.

1. März: Start der Projektentwicklung für AmaryllisPLuS in Kooperation mit dem GKV-Spitzenverband. Das Vorhaben umfasst die Errichtung von ca. 16 Wohnungen mit integrierter Pflege-WG in unmittelbarer Nähe unseres gegenwärtigen Standortes. Hier erfahren Sie zu diesem Vorhaben mehr.

“Freischwimmer”-Einführung zur Selbstverwaltung

Januar – Mai: es finden verschiedene Workshops zur Verbesserung unserer Selbstverwaltung unter dem Titel “Freischwimmer” statt. Dazu gehört ein Kreativ-Workshop zur Erkundung des Verständnisses von Selbstverwaltung, die Einladung zur Beteiligung an der Verbesserung der Ablage und ein dreimal durchgeführtes Fortbildungsangebot zum Thema “Finanzierung einer Wohngenossenschaft” in einer Serie von je 3 Abenden.

2014

Frühjahrs-Fahrradselbsthilfe unter Anleitung 2014

November – Dezember: das Thema “Wie kann die Selbstverwaltung zur Gemeinschaftsbildung beitragen?” wird (wieder) aufgenommen.

1. Oktober: eine außerordentliche Mitgliederversammlung beschließt die Erweiterung und die Beantragung von Fördermitteln für die Projektentwicklung von AmaryllisPLuS unter bestimmten Bedingungen.

Januar – September: in einem intensiven Prozess der Informationsbeschaffung und des Austauschs in Form von Gesprächsabenden, Workshops und Expertengesprächen beschäftigen sich die Mitglieder der Amaryllis eG mit der Frage der möglichen Erweiterung des Wohnungsbestandes mit integrierter Pflege-Wohngemeinschaft. Gleichzeitig entsteht eine kleine Kerngruppe von Interessenten*innen für das neue Projektvorhaben “AmaryllisPLuS”.

Juni: die “Offene Gartenpforte” bei der Amaryllis eG zieht sehr viele Menschen an.

März: Formulierung einer Interessensbekundung zur Förderung der Projektentwicklung für eine Erweiterung des Wohnungsbestandes mit integrierter Pflege-Wohngemeinschaft.

2013

Dezember: Gründung der “Amaryllis-Gemeinschafts-Kfz-Gruppe” (GMobil) durch Unterzeichnung eines Vertrags für die gemeinsame Eigentümerschaft von zwei KFZ durch 11 Mitglieder der Amaryllis eG als Weiterentwicklung des Amaryllis-Kfz-Mitnutzungsmodells.

September – Dezember: die Bewohner*innen gehen der Frage nach, wie der Leitsatz “Hilfe geben, Hilfe nehmen” noch besser umgesetzt werden kann.

November: einige Mitbewohner*innen stellen die Idee der Errichtung eines weiteren Hauses in der Nachbarschaft für Mehrgenerationen-Wohnen mit integrieter Pflege-Wohngemeinschaft vor. Die Vorstellung von Amaryllis PLUS wird geboren, über die wir “weiter nachdenken”.

Oktober: die Wohnbundberatung (e.V., München) veröffentlich die Publikation “wir wohnen anders”, die aus dem Netzwerk der “Jungen Genossenschaften” hervorgegangen ist und die maßgeblich von Mitbewohner*innen der Amaryllis eG mitgestaltet wurde.

Juli: die “Offene Gartenpforte” motiviert viele Menschen zu einem Besuch bei Amaryllis

März: die Nachbarschaftsband NEJBÖRS wird von einigen Amaryllen und interessierten musizierenden Menschen aus der Nachbarschaft gegründet.

2012

Juli: erstmalig nehmen wir an der “offenen Gartenpforte” teil – und erleben einen großen Besucherandrang.

Juni: großes Fest zum 5. Jahrestag unserer Gemeinschaft.

April: Der Prozess zur Klärung der Selbstverwaltungsstrukturen findet sein vorläufiges Ende in der Verabschiedung von internen Prinzipien und Regelungen für die Selbstverwaltung und Selbstorganisation. Die Entscheidungsfindungsmethode des systemischen Konsensierens wird kommt in abgewandelter Form zur Anwendung.

2011

Beteiligung an einer Initiative zur Gründung eines Netzwerks der Gemeinschaftlichen Wohnprojekte in Bonn und Umgebung.

Januar – Dezember: intensive Beschäftigungen mit Einzelaspekten der Selbstverwaltung und Selbstorganisation.

Juni: großes Nachbarschaftsfest auf dem gemeinsam umbenannten “Würfelplatz”.

5. Februar: Durchführung eines Finanz-Workshops mit Wolfgang Kiehle. Ziele sind die Erarbeitung zukünftiger Szenarien zur Sicherstellung der Liquidität und der Wissenstransfer.

2010

  • Die Bewohnergemeinschaft konsolidiert und festigt sich, Formen und Methoden zur Konfliktbearbeitung werden eingeführt.
  • Die interne Struktur der Beteiligung an Belangen der Gemeinschaft und der gegenseitigen Hilfe bewährt sich.
  • Die Selbstverwaltungsstrukturen werden diskutiert und angepasst.
  • Beteiligung am bundesweiten Netzwerk der “Jungen Genossenschaften”, die mit der “Wohnbundberatung” zusammen gearbeitet haben.christel

2009

  • ab Sept.: Die Anforderungen der Selbstverwaltung sind hoch, festigen aber die Gemeinschaft. Es beginnt ein interner Prozess zur Klärung der Frage, wieviel Selbstverwaltung gewünscht und leistbar ist.
  • August bis Ende 2011: Einige Amaryllis-Mitglieder konzipieren, planen und realisieren die Villa Emma eG, eine neue, bürgerschaftlich orientierte kleine Bewohnergenossenschaft in der Nachbarschaft. Sie bietet seit November 2011 ein zu Hause für Menschen mit und ohne Pflege- und Unterstützungsbedarf. Die Villa Emma eG gewährleistet ein höheres Maß an Versorgungssicherheit bei Pflege- und Unterstützungsbedarf und ist eine konzeptionelle Weiterentwicklung der Amaryllis eG. Beide Genossenschaften arbeiten eng zusammen.
  • Nach dem Bau der Häuser der Amaryllis eG wird jetzt am Aufbau und der Festigung der Gemeinschaft gearbeitet. Es gibt viele gemeinsame Aktivitäten im täglichen Zusammenleben. Von der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung profitieren alle. Das Engagement für die gemeinsame Sache ist sehr hoch, die Gemeinschaft festigt sich, muss aber auch verschiedene größere Konflikte bewältigen.
  • Januar bis Sept: Aus persönlichen, familiären, gesundheitlichen und beruflichristelchen Gründen werden einige Wohnungen frei. Es finden sich schnell Nachfolgelösungen.
  • Juni: Zur Lösung von Konflikten nehmen wir ein externes Moderations- und Mediationsteam in Anspruch.
  • Juni: die Einführung der “investierenden Mitgliedschaft” ermöglicht für nicht in den Häusern der Amaryllis eG wohnende Mitglieder die private Kapitalanlage. Damit wird der Eigenkapitalanteil und damit die Wirtschaftlichkeit der eG erhöht.

2008

  • Dezember: Der Verein Amaryllis e.V. gibt sich eine neue Ausrichtung und wird in Wohnen im Quartier e.V. umbenannt. Er unterstützt quartiersbezogene Aktivitäten und Projekte.
  • Januar: Alle Mitglieder sind eingezogen.
  • Oktober und November: Die Außenanlagen werden in Eigenleistung fertiggestellt.
  • August: Sommerfest und Einweihung mit der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, Frau B. Dieckmann.

2007

  • 14. Juni: Richtfest
  • August: Die ersten Mitglieder ziehen in das Haus 1b ein.
  • Januar – Dezember: Bautätigkeit, wöchentliche Abstimmungstreffen mit allen zukünftigen Bewohner*innen. Die Koordination und Planung des Baus obliegt der AG Bau in enger Kooperation mit der beauftragten Bauleitung.

2006

  • 24. November: Grundsteinlegung
  • 6. November: Beginn der Bauarbeiten
  • Juli: Erwerb des Grundstücks von der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und Vergabe des Architekturauftrags an das Architekturbüro Alte Windkunst, Herzogenrath
  • Juni: Unterzeichnung der Darlehensverträge bei der Partnerbank (GLS-Bank, Bochum).
  • 27. Juni 2006: Erster Spatenstich.
  • Januar: Etablierung der aus Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats bestehenden “Planungsgruppe”, die die Steuerung der Bauphase übernimmt und die Geschäfte führt.

2005

  • ab Juni (bis zum Einzug Ende 2007): Intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit monatlichen Informationsveranstaltungen zur Identifikation weiterer Mitglieder und künftiger Bewohner*innen.
  • Juni: Gründung der Genossenschaft Amaryllis eG.
  • März: Suche nach einer geeigneten Rechtsform und Entwicklung eines Finanzierungskonzepts mit Unterstützung der WohnBundBeratung NRW GmbH, Bochum (WBB)
  • Februar: eine aus 7 Personen bestehende Kerngruppe des Amaryllis e.V. entscheidet sich für ein Grundstück im städtischen Entwicklungsgebiet Wohnpark I im Bonner Stadtteil Beuel, Vilich-Müldorf. Ausschlaggebend dafür ist die sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr durch den in unmittelbarer Nähe gelegenen Haltepunkt (Vilich-Müldorf) der Stadtbahnlinie 66.
  • Januar: Nach diversen Anläufen (siehe unten: Zur Entstehungsphase…) und dem Kommen und Gehen von Mitgliedern, macht sich der schon 1992 gegründete Amaryllis e.V. mit neuem Schwung an die Realisierung des Projekts. Silke Gross übernimmt die Projektkoordination und steht dafür während der gesamten Planungs- und Bauphase ganztags zur Verfügung.

Zur Entstehungsphase der Amaryllis eG: Eine lange Geschichte von 1992 – 2005

Anlässlich der Gründungsversammlung eines Vereins zur gemeinsamen wohnlichen Nutzung eines Wohnhauses aus der Gründerzeit in der Bonner Südstadt kamen im Mai 1992 einige ältere, in evangelischen Gemeinden aktive Paare zusammen und suchten einen Vereinsnamen. Die auf dem Tisch stehende Amaryllis inspirierte die Geister und schon war der Name “Amaryllis” gefunden. Der gemeinsame Kauf des Hauses kam leider nicht zustande. Mit der Teilnahme einiger jüngerer Familien und Einzelpersonen wurde das Wohnkonzept um den Mehrgenerationengedanken erweitert. Aus einem Wohnprojekt für das Alter wurde ein Mehrgenerationenprojekt. Mehrere geeignete Baugrundstücke wurden gefunden, doch die Optionen zerschlugen sich immer wieder aus den unterschiedlichsten Gründen. Dazu zählten

  • ökologische Gründe: ein Wildbienenstamm verhinderte den Bau der Zufahrt zu einem städtischen Baugebiet in Lannesdorf
  • politische Entscheidungen: der Rat der Stadt St. Augustin beschloss lediglich eine Straßenrandbebauung eines Grundstücks in der Nähe des Flughafens in Hangelar
  • finanziellen Engpässe: die Gruppe konnte die erforderliche Summe für den Kauf eines Grundstücks in Beuel nicht aufbringen

Doch eine kleine Gruppe von 8 Unverzagten ließen nicht locker…